Bericht über das vergangene Jahr (1956)

Die mündliche Reifeprüfung fand am 9. März 1956 unter dem Vorsitz des staatlichen Referenten unserer Schule Oberregierungs- und schulrats Dr. Krog statt. Alle 22 Abiturienten bestanden die Prüfung.

Im Laufe des Schuljahres 1956/56 verließen 37 Schüler und Schülerinnen die Schule, wurden 25 neu aufgenommen. Ostern 1956 gingen 49 Schüler und Schülerinnen ab, wurden 50 neu aufgenommen. Am 15. Mai 1956 betrug die Gesamtzahl 337 (269 jungen, 68 Mädchen).

Die Schule besteht zur Zeit aus 1 Sexta (mit humanistischem Zug), 2 Quinten, 2 Quarten, 3 Untertertien, 1 Obertertia, 1 Untersekunda, 1 Obersekunda, 2 Unterprimen und 1 Oberprima.

Zu Beginn des Winterhalbjahres wurden Studienassessorin Elisabeth Junker an das Realgymnasium in Treysa, Studienassessor Karl Kurz an das Realgymnasium in Lauterbach versetzt, traten Studienassessor Ulrich Kammer (Latein, Griechisch) und Diplom-Turn- und Sportlehrer Theodor Clausen in das Lehrerkollegium ein. Am 25. Okt. 1955 wurden die Studienreferendare Theodor Michel (Mathematik, Physik) und Joachim Schüttler (Mathematik, Leibeserziehung, Sozialkunde) in das Anstaltsseminar eingewiesen. Am 1. Januar 1956 schied Herr Früchtl aus dem Kollegium aus, um an der privaten Mittelschule in Langeoog Dienst zu tun.

Mit Wirkung vom 1. januar 1956 wurde der Studienassessor Hanskraft Rodenhausen von der Kirchenleitung zum Studienrat im Kirchendienst ernannt. Am 10. Februar 1956 legte Lehramtsanwärter Johann-Christian Fellner seine 2. Lehrerprüfung mit dem Prädikat "gut" ab.

Von Ostem 1956 ab mußten wir auf die Mitarbeit des Oberstudiendirektors i. R. Dr. Jochem verzichten. Die Schule schuldet ihm für seine jahrelange wertvolle Hilfe großen Dank und hofft, daß ihr sein Rat noch lange Zeit wie bisher erhalten bleibt. Zu Beginn des Schuljahres traten Studienassessorin Dr. Anna Elisabeth Rings (Englisch, Französisch, Deutsch), Studienassessor Dr. Erich Schmitt (Chemie, Biologie, Leibesübungen) und Herr Heinrich Kraffert (Musik) in das Lehrerkollegium ein.

Studienrat Dr. Roesdien mußte sich einer mehrwöchigen Kur unterziehen, Studienassessor Schaffert war mehrere Wochen, Mittelschullehrerin Anne Fellner monatelang krankheitshalber dienstunfähig. Deswegen wurde Dr. Gruber während des Sommerhalbjahres zunädist mit 16, später mit 19 Lateinstunden zur Vertretung herangezogen. Die Studienreferendare Michel und Schüttler erteilten je 6 Stunden planmäßigen Unterricht.

Mit Wirkung vom 31. Juli 1956 schied Studienrat Rudolf Stephan aus dem Dienst der Schule aus.

Auf die in den neuen Bildungsplänen vorgesehene Auflockerung der Oberstufe wurde zunächst noch verzichtet. Es konnte aber schon mit dem Französischunterricht in Obertertia und mit dem PhiIosophieunterricht in Oberprima begonnen werden.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1956 wurden die Studienreferendare Schüttler und Michel an das Bezirksseminar in Gießen versetzt, trat Studienassessor Helmut Siemon in den Dienst der Schule ein.

Am 28. September 1956 berichtete Herr Kammerer von der Pressestelle des Hessischen Innenministeriums den Schülern der Oberstufe über Pressefreiheit und das Verhältnis des Staates zur Presse. Nachdem im Winterhalbjahr 1954/55 Herr Mischnick von der FDP und Herr Landrat Jansen von der CDU den Schülern die Meinung ihrer Parteien zur Wiedervereinigung Deutschlands gesagt hatten, legte der frühere Kultusminister Metzger am 4. Oktober 1955 in einer Gemeinschaftsstunde den Standpunkt der SPD in dieser Frage dar und diskutierte anschließend mit den Schülem. Am 9. Mai und 4. Juli hielt der Bezirksbeauftragte der Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise Eitner Referate, an die sich ebenfalls lebhafte Aussprachen anschlossen.

Die gesundheitliche Betreuung der Sdcher lag in den Händen von Frau Medizinalrätin Dr. Stein, der Schulärztin des Gesundheitsamtes des Landkreises Gießen. Sie veranlaßte außer der Untersuchung der neuaufgenommenen Sextaner eine Untersuchung aller Schüler durch einen Facharzt für Orthopädie. Am 7. September 1956 wurde eine Schirmbilduntersuchung durchgeführt.

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m Winterhalbjahr mußte noch immer eine Klasse im Paul-Gerhardt-Alumnat untergebracht und die gymnasiale Sexta im Biologieraum unterrichtet und auf einen Zeichenraum, einen besonderen Raum für Griechischunterricht und einen Aufenthaltsraum für Fahrschüler verzichtet werden. Diese Raumschwierigkeiten sind nunmehr behoben, da der Verbindungsbau zwischen Alt- und Neubau inzwischen beendet wurde.

Lehrmittelsammlungen, Lehrer- und Schülerbücherei konnten erweitert werden. Die Eingangshalle und die Klassenräume wurden mit Bildern ausgestattet.

Unsere Alumnate bereicherten das Leben unseres Schulkreises auch im vergangenen Jahre wieder in mancherlei Weise.

Das Paul-Gerhardt-Alumnat feierte vor den Sommerferien sein 10-jähriges Bestehen. Viele "Ehemalige" zeigten durch ihr Erscheinen ihre Verbundenheit mit ihrem Alumnat und ihrer Schule. Die Aufführung eines von Frau Renate Fellner gedichteten Spieles ("1000 Jahre sind vor Dir wie ein Tag") in der Kirchenruine des Klosters Arnsburg, an der alle zur Zeit im Alumnat lebenden Schüler beteiligt waren, beschloß das sehr gut geplante und ebenso gut verlaufene Fest in einer für alle Beteiligten eindrucksvollen und unvergeßlichen Art.

Der Chor des Singalumnates sang auch im vergangenen Jahre in den sonntäglichen Gottesdiensten der Laubacher Gemeinde. In den Herbstferien des Jahres 1955 führte ihn eine Singefahrt durch Holland; soeben ist er von einer Fahrt durch Süddeutschland zurückgekehrt. Zusammen mit dem Schloßchor brachte er gegen Ende des Jahres 1955 das Weihnachtsoratorium, im September dieses Jahres das Magnificat von J. S. Bach zur Aufführung.

Am 23. August 1956 erlitt das Singalumnat und damit der Lebenskreis unserer Schule einen unsagbar schweren Verlust durch den schnellen und für uns alle völlig unerwartet eingetretenen Tod von Frau Wieber, deren mütterliches Wesen und deren unermüdliches treues Wirken uns immer unvergeßlich bleiben werden.

Die Leitung des Graf-Friedrich-Magnus·Alumnates übernahmen am 1. Oktober 1955 Herr und Frau Clausen. Es gelang ihnen schnell, sich das Vertrauen der Alumnen zu gewinnen und sich in unseren Schulkreis einzuleben. Es fügte sich gut, daß die Schule vom 1. Dez. 1955 ab den Saal des Solmser Hofes, in dem das Alumnat für weitere 6 Jahre untergebracht ist, als Turnhalle übernehmen konnte. Dadurch wurde es dem Graf-Friedrich-Magnus-Alumnat erleichtert, die Pflege der Leibesübungen in mancherlei Weise, insbesondere durch das eifrig betriebene Basketballspiel, zu beleben.

In den Alumnaten waren im vergangenen Jahre 122 Schüler untergebradit. An Pensionsgeldermäßigungen wurden von kirchlid1en Stellen insgesamt 44504.- DM aufgebracht. Die Alumnatsplätze reichten noch immer bei weitem nicht aus, um den dringendsten Anfragen auch nur einigermaßen nachkommen zu können. Es mußten deswegen notgedrungen noch immer 60 auswärtige Schüler und Schülerinnen in Privatpensionen (Externat) untergebracht werden. Das Gelände für ein weiteres Alumnat ist angekauft worden. Der Plan des Architekten liegt vor. Der Bau, der schon für dieses Jahr geplant war, mußte von der Synode zurückgestellt werden; wir hoffen sehr, daß es möglich sein wird, ihn im kommenden Jahre durchzuführen.

Die Klassenfahrten wurden im Anschluß an die Pfingstferien durchgeführt. Die Oberprima besuchte mit St.R. Rodenhausen Coburg, die Unterprima a mit St.R. Gröbel das Frankenland (Spessart - Main), die Unterprima b mit O.St.R. Dr. Gerschlauer mit Rad und Zelt das Weserland und den Teutoburger Wald, die Obersekunda mit St.R. Hagemann den Odenwald (Heppenheim, Lorsch), die Untersekunda mit St.R. x Steinhäuser den Odenwald (Worms, Frankfurt/Main, Darmstadt), die Obertertia mit Herrn Plasmans das Lahntal, die Untertertia a mit St.R. Fröhlich den Hoherodskopf, Alsfeld, Lauterbach, die Untertertia b mit St.Assessor Kammer Hohensolms, die Untertertia c

mit St.Assessorin Dr. Rings Bad Homburg und den Feldberg. Die jüngeren Klassen machten Tagesausflüge außer der Quarta b, die mit Herrn Fellner 3 Tage den Vogelsberg durchwanderte.

Das Krippenspiel vor Weihnachten, das Winterfest der Oberstufe, die Abiturienten-Entlassungsfeier fanden auch im vergangenen jahre in gewohnter Weise statt. Die Feierstunde am Johannistag mußte wegen der ungünstigen Witterung ausfallen. Die Bundesjugendwettkämpfe konnten an einem anderen Tage vor den Sommerferien durchgeführt werden.

Die Gedenkstunde zur Erinnerung an den 17. Juni 1953, die von St.R. Dr. Hartmann gestaltet

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wurde, stand unter dem Zeichen praktischer Hilfe. Die Schülermitverwaltung sorgte dafür, daß Pakete in die Ostzone geschickt wurden. Sie bemüht sich darum, daß es immer wieder geschieht.

1955 stand der Tag der Paul-Gerhardt-Schule (28. August) im Zeichen der 400-jährigen Laubacher Schultradition. Am Vorabend trafen die "Ehemaligen" mit den Lehrern und Oberprimanern und zahlreiche frühere Schüler und Lehrer des Gymnasiums Fridericianum im Schützenhof zusammen. lm Gottesdienst, der auch in diesem Jahre wieder den Schulkreis und seine Gäste mit der Laubacher Gemeinde in der Stadtkirche vereinte, predigte Propst Weinberger, der als Probst von Oberhessen und zugleich als ehemaliger "Fridericianer" in besonderer Weise zur Verkündigung des Wortes Gottes an jung und alt an diesem Tage der Besinnung auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geeignet war. Nach dem Gottesdienst fand in der Aula eine von den ehemaligen Fridericianem veranstaltete Stunde des Gedenkens der in den beiden Weltkriegen gefallenen Lehrer und Schüler statt, in der Dekan Vogel der Paul-Gerhardt·Schule eine alte, aus den Wirren der Nachkriegszeit gerettete, neu hergerichtete Gedenktafel zur Bewahrung übergab. Nachmittags hielt der Direktor des konfessionskundlichen Institutes in Bensheim Pfarrer D. Sucker einen Festvortrag über "Unterricht und Erziehung unter dem Wort Gottes".

Am diesjährigen Tag der Paul-Gerhardt—Schule (2. September 1956) predigte im festlichen Gemeindegottesdienst, der zugleich der Besinnung auf die Bedeutung der Inneren Mission galt, der Leiter des katechetischen Amtes für Oberhessen Pfarrer Becker. Es wurde deutlich, daß die Arbeit in Schule und Erziehung mitten in der Fülle der Aufgaben der Diakonie ihren Platz hat. Den Festvortrag hielt St.R. Hagemann über das Thema: "Wandlungen im neusprachlichen Unterricht". Der "Bunte Nachmittag" mußte der Witterung wegen statt im Steinbruda in der Aula durchgeführt werden. Englische Volkslieder gaben eine praktische Ergänzung zu dem Vortrag des Vormittags. Das Schulorchester spielte eine Suite von Purcell. Jungen und Mädchen führten turnerische Übungen vor. Das gesellige Beisammensein in der Aula, das auch in diesem Jahre den Tag beschloß, war von der Schülermitverwaltung sehr sorgfältig vorbereitet worden. Ein Zauberkünstler leistete Erstaunliches. Das von zwei Schülem durchgeführte Laienspiel: "Das nächtliche Gericht' erntete berechtigten Beifall.

Während des Winters gab das Marburger Schauspiel in der Aula der Paul·Gerhardt-Schule vier Gastspiele. Es gelangten Hebbels "Maria Magdalena", Satres "lm Räderwerk", Shaws "Androklus und der Löwe" und Goethes „Faust" 1. Teil zur Aufführung. Kurz vor der Außührung des Faust spielten Karl Magersuppes Marionetten "Die Holzköppe" in der Aula vor den Schülern der Mittel- und Oberstufe das Puppenspiel von Dr. Faust.

Am 5. Oktober 1955 konstituierte sich der Kreis der Freunde der Paul-Gerhardt-Schule, der bisher vom Kuratorium der Schule geleitet wurde, in einer Mitgliederversammlung neu. Einem vorläufigen Vorstand wurde die Ausarbeitung von Satzungen aufgetragen. Am 14. Mai 1956 genehmigte die Mitgliederversammlung die vom vorläufigen Vorstand vorgelegten Satzungen und bestätigte die Vorstandsmitglieder (1. Vorsitzender Herr Pfarrer Paetow) für 2 Jahre. Der Kreis der Freunde stellte der Schule erhebliche Beträge zur Vervollständigung der Bücherei und der Lernmittelsammlung zur Verfügung. Er sorgte vor allem für die ebenso wohnliche wie schöne Ausstattung eines Afenthaltsraumes, der sich unter anderem sehr gut für die Durchführung von Arbeitsgemeinschaften eignet.

Am 27. Januar 1956 veranstaltete der Eltembeirat ein Zusammensein mit den Lehrern der Schule und den Pfarrem des Dekanates Grünberg in der Aula. Der Direktor sprach über das Thema: "Unsere Schule ist in besonderer Weise auf die Hilfe der Eltem unserer Schüler und Schülerinnen angewiesen". Am 7. März 1956 waren die Eltem der neu aufgenommenen Sextaner zu einer Besprechung in der Aula.

Die Ehefrauen der Lehrer, die auch im vergangenen Jahre wieder täglich an der Arbeit und dem Leben des Schulkreises beteiligt waren, nahmen in besonderer Weise an drei Veranstaltungen des Kollegiums teil, an der Weihnachtsfeier, an der Erziehertagung am 5. April 1956 in der Evangelischen Akademie Arnoldshain und an einem Ausflug auf den Hoherodskopf vor den Sommerferien.

Auf einem Studienabend, der am 26. September 1956 im Singalumnat stattfand, berichtete O.St.R.

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Dr. Gerschlauer über eine Erziehertagung in der Evangelischen Akademie in Hofgeismar. Während der Adventszeit wurde wie alljährlich ein Studienabend im Hause des Direktors abgehalten. An einem Studienabend am 18. April 1956, bei dem Oberschulrat Dr. Korn aus Münster bei der Schule zu Gast war, wurden die auf der Erziehertagung in Amoldshain aufgeworfenen Fragen, insbesondere die mit den neuen Bildungsplänen zusammenhängenden Probleme im Kollegium diskutiert.

Wir wußten auch im vergangenen Jahre die Ruhe und Stille, die uns das kleine, von den großen oberhessischen Wäldern umschlossene Laubach am Fuße des Vogelsberges mit seiner einzigartigen Mischung von geschichtlicher Tradition und Natur immer noch bietet, in ihrer Bedeutung für Erziehung und Unterricht zu schätzen. Wir meinen aber, daß der doppelte Auftrag, der unserer kirchlichen Schule vom Worte Gottes her und als eine anerkannten Vollanstalt vom Staate her gegeben ist, die Verpflichtung auferlegt, uns neben der so wichtigen Alltagsarbeit in Schule und Alumnaten Aufgaben, die mit unserem Dienst unmittelbar zusammenhängen, nicht zu entziehen. So besuchten die Studienräte Gröbel und Dr. Steinhäuser am 17. und 18. Januar 1956 die Tagung des Deutschen Verbandes Evangelischer Büchereien, dessen Mitarbeiter sie sind, in der Ev. Akademie Herrenalb. Der Direktor nahm als Mitglied des Aufnahmeausschusses des Ev. Studienwerks Haus Villigst an zwei Sitzungen teil und berichtete auf einer von der Kirchenleitung veranstalteten Tagung der Oberstudiendirektoren des Kirchengebietes in Arnoldshain über dieses Werk. St.R. Gröbel vertrat die Schule auf dem Germanistenkongreß. Bei der diesjährigen Jahresversammlung des Ev. Schulbundes in Nordwestdeutschland, auf der der Direktor über Evangelische Erziehung und Schule referierte, war die Paul-Gerhardt·Schule außer ihm durch St.R. Dr. Steinhäuser und Lehrer und Alumnatsleiter Fellner vertreten. Am 7. September 1955 war Oberkirchenrat Berger mit etwa 30 Pressevertretern bei der Schule zu Gast. Der Chor des Singalumnates sang in der Kirche, anschließend sprach der Direktor in der Aula über den besonderen Auftrag der Schule, dann fand im Speisesaal des Paul-Gerhardt-Alumnates eine Aussprache statt. Ähnlich verlief ein Besuch der oberhessischen Mitglieder der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bei der Schule am 4. Oktober 1956.

Auf der Direktorenkonferenz des Gießener Bezirks der höheren Schulen, an denen der Direktor regelmäßig teilnahm, ergaben sich mannigfache Gelegenheiten zum Austausch der Erfahrungen. Die Erziehertagung in der Evangelischen Akademie in Arnoldshain im April 1956 konnten der Direktor und der Oberstudienrat in einem Gespräch in kleinem Kreise vorbereiten helfen.

An der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Religionslehrer an den höheren Schulen Oberhessens, die von Studienleiter Pfarrer Becker geleitet wird, nahm die Schule tätigen Anteil. Am 19. April 1956 hielt Oberschulrat Dr. Korn aus Münster in Gießen durch die Vermittlung der Schule ein Referat über die Methodik der evangelischen Unterweisung. lm Mai referierte St.R. Gröbel in Homberg an der Ohm über Fragen des Deutschunterrichtes. Im September war die Arbeitsgemeinschaft für 2 Tage bei der Paul-Gerhardt-Schule zu Gast. St.R. Gröbel legte den Entwurf einer "Ästhetik unter dem Kreuz" vor und ergänzte sein umfassendes Referat durch eine Interpretation von Goethes "Novelle".

Beim Rückblick auf das erste Jahrzehnt des Bestehens der Paul-Gerhardt-Schule schulden wir unserer Kirche Dank dafür, daß sie die großen Geldopfer gebracht hat und immer noch bringt, die es uns ermöglichen, in der Freiheit der Kinder Gottes unseren Weg in Erziehung und Un terricht Schritt für Schritt zu suchen. Wir danken Gott dafür, daß er trotz all unseres Versagens immer wieder einen neuen Anfang ermöglichte. Beim Beginn des zweiten Jahrzehntes möge uns das Wort aus dem 2. Korintherbrief, das für das Leben und Wirken Friedrichs von Bodelschwingh des jüngeren eine besondere Bedeutung gehabt hat und das auf seinem Grabstein steht, leiten:

"Wie uns denn Barmherzigkeit widerfahren ist, so werden wir nicht müde."

Laubach, 21. Oktober l956

Dr. F. Hildebrandt

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